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HintergrundGenehmigungen und Fahrzeugdokumente Unabhängig davon, um welche Fahrzeugtypen es sich handelt, fallen von der Entwicklung bis hin zur Auslieferung prozess- und genehmigungsrelevante Daten an. Diese Daten müssen für LKWs und Busse genauso effizient verwaltet und verwendet werden wie für PKWs oder Anhänger. Darüber hinaus sind sogar Sonderfahrzeuge oder landwirtschaftliche Maschinen abhängig davon, dass solche Daten als Basis für eine Zulassung zur Verfügung stehen. Baureihenmanagement Im Baureihenmanagement werden die unterschiedlichen Typen und Varianten von Fahrzeugen verwaltet, die vertrieben werden. Das Baureihenmanagement wird in der Regel durch den Vertrieb gesteuert, der festlegt, welche Fahrzeuge verkauft werden sollen. So wird ein großer Bogen von der Varianten- und Ausstattungswahl über die Entwicklung bis hin zur Produktion geschlagen, der immer auch genehmigungsrelevante Effekte für die Homologation nach sich zieht. Fahrzeughomologation Fahrzeughomologation ist die überstaatliche Grundlage für die Zulassung von Kraftfahrzeugen und Fahrzeugteilen. Die relevanten ECE- und EG-Typgenehmigungen bestimmen dabei einheitliche technische und bauliche Rahmenbedingungen, die ein Fahrzeug erfüllen muss, um für den Straßenverkehr in allen teilnehmenden ECE-Staaten zugelassen werden zu können. Fahrzeugdokumentation Der Bereich Fahrzeugdokumentation stellt sicher, dass zu einem Fahrzeug alle zulassungs- und auslieferrelevanten Fahrzeugdokumente erstellt werden. Besonders sind hier die zulassungsrelevanten Dokumente ZLB II (Zulassungsbescheinigung Teil II, ehemals Kfz-Brief) und CoC (Certificate of Conformity) zu nennen. Fahrzeugvertrieb Der Fahrzeugvertrieb befasst sich neben anderem auch mit der Aufgabe festzulegen, welche Fahrzeug-Typvarianten für einen Hersteller existieren sollen (Baureihen Management) und welche Ausstattungsmerkmale für welche Typvariante hergestellt, bzw. verkauft werden können und sollen. Je nach Ausstattung einer bestimmten Typvariante können sich technische Rahmenbedingungen dieser Typvariante derart verändern, dass verschieden ECE-Typgenehmigungen für eine Typvariante relevant werden (zum Beispiel bzgl. Länge, Gewicht, Motorisierung, Abgaswerte, etc.). Auch aus diesem Grund ist eine zu breit ausgelegte Variantenvielfalt mit erhöhten Kosten und Zeitaufwänden verbunden. Aus der historischen Entwicklung in den genannten Bereichen sind unterstützende IT‑Systeme häufig unabhängig voneinander entstanden und basieren daher auf verschiedensten monolithischen Technologien und daraus folgend einer inkonsistenten Datengrundlage und Datenkommunikation. Insbesondere im Bereich der Fahrzeughomologation fehlen häufig sogar bei größeren Automobilherstellern grundlegende informationstechnologische Systeme und integrierte Verarbeitungsabläufe. Dies führt zu semantischen Brüchen im Verbund der genannten Fachbereiche und erschwert nachhaltig automatisierte und nachvollziehbare Gesamtprozesse von Forschung & Entwicklung über Planung, Vertrieb, Produktion und Dokumentation bis zum Versand und Verkauf von Fahrzeugen. |
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