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Baureihenmanagement

Der verbindende Prozess des Baureihenmanagements ist fachlich bei vielen Automobilherstellern häufig ein äußerst „zerstückelter“ Prozess. Während das eigentlich Baureihenmanagement oft vertrieblich gesteuert ist („Welche Fahrzeugtypen in welchen Varianten und Untervarianten wollen wir verkaufen?“, „Welche Varianten können mit welchen Sonderaustattungen bestückt werden?“), sind die für diese Fragestellung zugrundeliegenden und weiterführenden Prozesse häufig in Produktion („Stücklistenverwaltung“) und auf weitere vertriebliche Systeme (z.B. Kundenbaulisten) verteilt.

Tatsache ist jedoch, dass genau die oben genannten Fragestellungen grundsätzlich benötigte Informationen für das Homologationsmanagement beinhalten: nämlich nach welchen Abgrenzungskriterien und Ausführungen für welche Typen und Untertypen in welchen Ausstattungsständen Genehmigungen erzeugt werden müssen und auf welche Art und Weise Fahrzeugsysteme und deren technischen Daten relevant sind. So können oder dürfen bestimmte Fahrzeugsysteme nur in bestimmten Fahrzeugtypen verbaut werden, was sich auch im Genehmigungsstand (insbesondere Typ/Variante/Version) niederschlägt.

So ist die Zuordnung von Fahrzeugsystemen in ihrer Verwendung im Baureihenmanagement ebenso wie die Zuordnung der Genehmigungen zu den zugehörigen Fahrzeugtypen des Baureihenmanagements die grundlegenden Entscheidungsträger für die Zuordnung von produzierten Fahrzeugen zu den für sie relevanten Genehmigungen.

Folgende Abbildung verdeutlicht die zentrale Bedeutung des Baureihenmanagements für sowohl die Homologation als auch die Fahrzeugdokumentation.

Legende:

  • (S)A    = (Sonder)Ausstattung
  • BTS     = Bauteilstruktur (Kategorie eines Fahrzeugsystems, z.B. Getriebe)
  • SNR    = Sachnummer (Kennung eines konkreten Fahrzeugsystems)
  • GEN    = Genehmigung

Baureihe, Typ, Gattung und Variante in Kombination mit der Fahrzeugausstattung definieren über die Verwendungen die korrekte zu einem Fahrzeug gehörige Genehmigung. Dabei müssen Kombinationen von (Sonder) Ausstattungen bzgl. jeder Genehmigung eindeutig sein, um eine eindeutige Zuordnung von Fahrzeug zur Genehmigung gewährleisten zu können.

Gleichzeitig kann sichergestellt werden, dass bestimmte Fahrzeugsysteme nur in bestimmten Typ-Varianten verwendet werden. Dadurch, dass auch Fahrzeugsysteme (Sachnummern) und damit die Genehmigungen, denen die Fahrzeugsysteme angehören, einer Verwendung des Baureihenmanagements zugeordnet sind, entsteht ein vollständiges und konsistentes Gesamtbild aller homologations- und dokumentationsrelevanten Anforderungen und Querbeziehungen zwischen diesen.

Das SAT unterstützt das Baureihenmanagement durch Verwaltungs- und Pflegemöglichkeiten aller möglichen Baureihen und deren Unterteilungen und Querbeziehungen. Grafische Oberflächenelemente in Zusammenarbeit mit Einschränkungsregeln auf Fahrzeugtypen und Untertypen gewährleisten, dass das strategische wie das technische Baureihenmanagement jederzeit konsistent bleibt und keine Fahrzeugvarianten oder Ausstattungsvarianten entstehen, die genehmigungstechnisch kritisch sind.

Zudem sind über die mächtigen Reporting-Funktionalitäten des SATs wertvolle und aussagekräftige strategische Auswertungen über das Gesamtportfolio des Herstellers in Verbindung mit detaillierten Stückzahlen aufgeteilt nach vertrieblichen Kennzahlen, z.B. Zielmärkte, durchführbar.