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Fahrzeugdokumentation

Der Gesamtprozess zur Fahrzeugdokumentation erzeugt für jedes Fahrzeug die benötigten Fahrzeugdokumente. Welche Dokumente für ein Fahrzeug benötigt werden, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, z.B. Fahrzeugtyp, Sonderausstattungen, Bauzustand, Vertriebsweg, Zielland, Kunde oder Fakturabesonderheiten. Die fahrzeugspezifischen Inhalte jedes Dokuments müssen zum einen die Daten des tatsächlichen Bauzustands eines Fahrzeugs wiederspiegeln und zum anderen den gesetzlichen Bestimmungen und Genehmigungen für das Fahrzeug entsprechen. Schematisch kann der Prozess der Fahrzeugdokumentation wie in nebenstehender Abbildung dargestellt werden.

Aus vorgelagerten Produktions- bzw. Vertriebs- oder Fakturasystemen erhält das SAT den Anstoß, dass für ein Fahrzeug die relevante Dokumentation erzeugt werden soll. Dieser Dokumentationsanstoß kann auch manuell durch einen Sachbearbeiter der Fahrzeugdokumentation erfolgen.

Zusammen mit dem „Anstoß-Trigger“ werden Basisinformationen über das Fahrzeug an das SAT übertragen, insbesondere die eindeutige Kennung des Fahrzeugs (Fahrgestellnummer). Diese Basisdaten werden im Schritt „Datenanreicherung“ mit weiteren Daten aus der SAT-Datenbasis sowie (falls notwendig) aus anderen Opel-Systemen angereichert. Vor allem wird auf Basis dieser angereicherten Daten auch die für das Fahrzeug relevante, eindeutige Gesamtbetriebserlaubnis im Zusammenspiel mit dem Homologationsmodul des SAT ermittelt („Gensatzzuordnung“). Nach dieser Zuordnung stehen den SAT-Dokumentationsmodulen alle Datenbestandteile der korrekten Gesamtbetriebserlaubnis und zugehörigen Genehmigungen zur Verfügung.

Im nächsten Prozessschritt „Regelverarbeitung“ durchlaufen die angereicherten Triggerdaten die SAT-interne Rule-Engine. Die Regeln können dabei von autorisierten Sachbearbeitern über eine graphische Benutzeroberfläche angelegt, verändert und plausibilisiert werden. Das so definierte Regelwerk enthält alle fachlichen Prozessabläufe, deren Bedingungen sowie deren durchzuführenden dokumentationsrelevanten Aktionen.
Eine einfach Regel kann beispielweise sein: „Wenn Fzg-Auslieferland Deutschland, dann erzeuge ein ZLB II und ein CoC". Regeln können auch in Unterregeln untergliedert werden, die spezifische Verarbeitungsaktionen definieren. So könnte z.B. eine Unterregel der oben genannten Regel lauten: „Wenn Fzg-Auslieferland Deutschland und Fahrzeugtyp Luxusmarke und Auslieferkunde nicht Werksangehöriger, dann erzeuge ein ZLB II, ein CoC und ein Empfehlungsschreiben für die Verwendung eines bestimmten Lederpflegeprodukts."

Aktionen von Regeln müssen sich dabei nicht nur auf die Erzeugung einer bestimmten Fahrzeugdokumentation beschränken. Beispielsweise kann eine Regel auch das automatische Versenden einer Email oder automatisches Aufrufen eines Prozesses in einem Fremdsystem bewirken, etwa bei erstmaliger Fahrzeugdokumentation für einen bestimmten neuen Fahrzeugtyp oder der Verwendung einer bestimmten Betriebserlaubnis oder die Erzeugung eines vordefinierten Reports.

Auf diese Weise können alle fachlich notwendigen Dokumentationen, deren Erweiterungen und deren Ausnahmen vom autorisierten Anwender im System gepflegt werden, ohne dass bei Ablaufänderungen und neuen Sonderfällen eine Änderung im Programmcode oder an der Konfiguration des SAT notwendig werden. Darüberhinaus kann auch für nur temporär geltende Sonderfälle (z.B. saisonale Vertriebsaktionen) durch ein einfaches Ein- und Ausschalten von zugehörigen Regeln eine kurzfristige Änderung in der Fahrzeugdokumentation erreicht werden.

Über die Aktionen der definierten Regeln werden somit die Datensätze zu der gewünschten Fahrzeugdokumentation in der SAT-Datenbasis angelegt („Dokumente anlegen“). Diese können nun direkt auf einem Drucker ausgedruckt oder im Rahmen eines Massendruckjobs zu bestimmten Zeiten (täglich) dem Massendruck zugeführt werden.

In der „Konfektionierung“ des Massendrucks werden alle zum Druck anstehenden Dokumente nach fachlichen Vorgaben aufgeteilt und individuell sortiert. Jeder dieser Druckumfänge kann im Ausdruck mit einem eigenen (ggf. farblichen) Deckblatt versehen werden und so einfacher zugeordnet und weiterverarbeitet werden. Ebenso kann das SAT sicherstellen, dass zusammengehörige Dokumente (z.B. ZLB II und CoC) in identische Blöcke aufgeteilt werden und die Dokumente dieser zusammengehörigen Blöcke für beide Dokumentenarten dieselbe Sortierreihenfolge haben. Die durch die Konfektionierung erzeugten Druckdateien können zusätzlich oder alternativ direkt per DFÜ versendet werden, beispielsweise an NSCs oder externe Archivierungssysteme.